Weiterbildung zum*zur Berater*in der gesundheitlichen Versorgungsplanung für die letzte Lebensphase gem. § 132g SGB V
Vollstationäre Pflege und Eingliederungshilfe

Ihr Nutzen

Im Rahmen der Weiterbildung erwerben Sie die notwendigen fachlichen und personalen Kompetenzen, die für die gesundheitliche Versorgungsplanung vorgeschrieben sind. Sie werden befähigt, die gesundheitliche Versorgungsplanung zu koordinieren und die Organisations- und Durchführungsverantwortung zu übernehmen. Die gesundheitliche Versorgungsplanung lehnt sich an das internationale Konzept des "Advance Care Planning" (ACP) an. Die Qualifikation ist am Deutschen Qualifikationsrahmen ausgerichtet, was der Erfüllung der Vereinbarung nach § 132g Abs. 3 SGB V entspricht.

Die Weiterbildung gliedert sich in zwei Teile:
1. Teil:
  • 48 Unterrichtseinheiten Theorie (mit Diskussionen, Rollenspielen, Intensivtraining in Kleingruppen etc.) und
  • 12 Unterrichtseinheiten Praxis bestehend aus:
  - zwei Beratungsprozessen mit insgesamt vier begleiteten Gesprächen der angehenden
         Berater*innen unter Begleitung einer*s Dozent*in mit anschließender Reflexion
  - einschließlich der Vor- und Nachbereitung und Dokumentation durch die*den angehende*n
         Berater*in

2. Teil:
  • Durchführung von mind. 7 Beratungsprozessen, die in der Regel innerhalb eines Jahres, alleinverantwortlich geplant, vorbereitet, durchgeführt und dokumentiert werden. Dieser Praxisteil wird durch einen Coach begleitet (Coaching-Gespräche, Plenararbeit, Organisation des Austauschs zwischen den Teilnehmenden). Dazu finden zwei Coachingtage statt, an denen die eigenständig durchgeführten Beratungsprozesse reflektiert werden können.

Nach erfolgreichem Abschluss des ersten Teils der Weiterbildung und einem entsprechenden Nachweis ggü. der Krankenkasse (KK) sind die Berater*innen berechtigt, Leistungen der gesundheitlichen Versorgungsplanung für die letzte Lebensphase nach § 132g SGB V zu Lasten der Krankenkassen zu erbringen (vgl. § 17 der Vereinbarung nach § 132g Abs. 3 SGB V). Sie erhalten eine Zertifizierung für den 1. Teil, so dass Sie dann bereits von den KK die Pauschalen für die anspruchsberechtigten Bewohner*innen von den Krankenkassen erhalten.

Nach erfolgreichem Abschluss des zweiten Teils erhält der*die Berater*in ein Zertifikat, das den Landesverbänden der Krankenkassen bzw. den Verbänden der Ersatzkassen vorzulegen ist. Wenn das Zertifikat nicht vorgelegt wird, gilt die Weiterbildung als nicht abgeschlossen und weitere Leistungen können nicht erbracht werden.








Seminarinhalt

1. Teil Theorie (48 UE* - 6 Tage):
  • Einführung in die gesundheitliche Versorgungsplanung für die letzte Lebensphase (4 UE)
  • Kenntnisse zu medizinisch-pflegerischen Sachverhalten (8 UE)
  • Ethische und rechtliche Rahmenbedingungen (8 UE)
  • Kommunikation in Beratungsgesprächen zur gesundheitlichen Versorgungsplanung für die letzte Lebensphase (16 UE)
  • Dokumentation und Vernetzung (4 UE)
  • Anwendung des Erlernten im Rahmen eines Intensivtrainings in Kleingruppen (8 UE)
1. Praxisteil (12 UE - 1 Tag):
  • Begleitete Gespräche zur gesundheitlichen Versorgungsplanung inkl. Vor- und Nachbereitung sowie Dokumentation
2. Praxisteil (16 UE - 2 Tage):
  • Alleinverantwortlich geplante, vorbereitete und dokumentierte Beratungsprozesse (mind. 7)
  • Reflexion, Coaching, Kollegiale Fallbearbeitung der duchgeführten Beratungsprozesse/ethisch-rechtliche und ethisch-medizinische Aspekte

*UE=Unterrichtseinheiten zu je 45 Minuten

Termin
Theorie:
24.-26.10.2018 - 9:00 - 16:00 Uhr sowie
08.-09.11.2018 - 9:00 - 16:00 Uhr
20.11.2018 - 9:00 - 18:00 Uhr
Praxisteil 1:
Terminvereinbarung erfolgt mit Teilnehmenden
Praxisteil 2:
7 Beratungsprozesse eigenständig
1. Reflexion, Coaching, Kollegiale Beratung: 18.03.2019
2. Reflexion, Coaching, Kollegiale Beratung: 14.05.2019 jeweils 9:00 - 16:00 Uhr



Seminar-Nr.
K-020-18PZ1
Referenten

Martina Vollbrecht Hospizmitarbeiterin, Altenpflegerin, Meditationslehrerin, Dozentin

Andreas Schareck Freiberufl. Dozent, Kommunikationstrainer

Nicole Niemann Medizinpäd. (BA), Palliativ Care Schwester, Kursleiterin (Gesellschaft Palliativmedizin Bonn), derz. Ausbildung "Palliativbeauftragte"

Ort
PBW GmbH, Wiener Straße 2, 39112 Magdeburg
Gebühr
1.090,00 € inkl. Theorieteil, Praxisteil 1 und 2 inkl. Coaching und Begleitung sowie Seminarunterlagen
Bemerkungen
Zielgruppe: Mediziner*innen, Pflegekräfte, Heilerziehungspfleger*innen, Heilpädagog*innen, Erzieher*innen oder vergleichbare Ausbildungen/Studienabschlüsse

Wir informieren Sie gern über die vorgeschriebene Grundqualifikation, über die ein*e Berater*in verfügen muss. Diese Grundqualifiation gilt gleichzeitig als Zugangsvoraussetzung zur Weiterbildung.

Nach erfolgreicher Weiterbildung (Teil 1 und Teil 2) erhalten die Teilnehmer*innen ein Zertifikat, welches zur Anerkennung als Berater*in nach § 132 g SGB V durch die Krankenkasse dient.


Durchführungsorte:
24.-26.10.18 - Volkssolidarität Landesverband Sachsen-Anhalt e. V., Tagungszentrum des Landesverbandes, Eingang auf dem Hof, Leipziger Str. 16, 39112 Magdeburg

08.-09.11.18,
20.11.18,
18.03.19 sowie
14.05.19 - Paritätisches Bildungswerk gGmbH, Wiener Str. 2, 39112 Magdeburg




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