"Flucht und Vertreibung - Dem Krieg entkommen und doch nicht frei" - Flüchtlinge/Migranten in sozialen Einrichtungen

Ihr Nutzen

Eine Flüchtlingswelle rollt durch Europa – so die Schlagzeilen. Doch was in den Medien von uns noch fern kolportiert wurde, ist nun unter uns angekommen. Flüchtlinge die Zufl ucht suchen vor Krieg, kriegerischen Auseinandersetzungen und anderen Konflikten, in einem historischen Ausmaß.

Vor allem die Mitarbeiter*innen der Behörden, Ämter und die der Akteure sozialer Arbeit sind mit der Herausforderung konfrontiert, handlungssicher im Umgang mit geflüchteten Menschen zu sein.

Doch wie mit jemandem umgehen, dessen Lebenserfahrungen so weit entfernt liegen von den eigenen? Was heißt es, vertrieben worden zu sein, in ständiger Angst zu leben, von Gewalt und Tod bedroht oder betroffen?
Warum ist man in Deutschland zwar in Sicherheit, jedoch nicht frei?
Wie prägen die Gewalt- und Kriegserfahrungen weiterhin das Leben der Gefl ohenen – untereinander, im Integrationsprozess – sowie Familie und Freunde in der Heimat in Gefahr zu wissen?
Was bedeutet es für das Ankommen, das Leben in Deutschland, nicht zu wissen, ob man dauerhaft bleiben kann oder abgeschoben wird?
Welche Auswirkungen hat es auf die Arbeit mit geflüchteten Menschen?

Das Seminar zeigt Ihnen aktuelle, geopolitische Prozesse auf, die „Flüchtlingswelle“ erklärbar zu machen, Ursachen und Auswirkungen aufzuzeigen, Erklärungsmodelle zu finden und die damit verbundenen Folgen in den Kontext zur Arbeit mit geflüchteten Menschen zu bringen.

Es unternimmt ebenso den Versuch, mögliche Ressourcen sichtbar zu machen und mittels aktueller Fallbeispiele darzustellen.
Bedürfnisse und Wünsche, aber auch Ängste und Befürchtungen, an allen Seiten des „Helfertisches“ werden angesprochen und diskutiert, um Ideen, Arbeitsthesen und Strukturen für die individuellen Arbeitsfelder zu finden.

Seminarinhalt

• Begriffsdefinitionen
• Entwicklungen 1990 – heute
• Krieg 2016 (geopolitische Einordnung – „Brandherde“ der Neuzeit)
  - Fallbeispiele: Syrien, Irak, Afghanistan, Kongo, Bolivien, Mexiko ...

• „Kriegsarten“ und Folgen (Religion, Öl, Gold, Diamanten, Drogen...)
• Flucht und Vertreibung
• Ankommen in Deutschland:
   - regionale, kulturelle, wirtschaftliche Aspekte im Inland
   - nationale Strukturen, Auswirkungen auf die  Hilfeformen
   - „Willkommenskultur“ vs. „Angst“
• Erfahrungen/Ressourcen nutzen
• Auswirkungen & Schlussfolgerungen für das eigene Handeln

Dieses Seminar ist Bestandteil der modularisierten Qualifizierung „Flüchtlinge/Migranten in sozialen Einrichtungen“ – Sem.-Nr. des Gesamtkurses: 2B-004-17K und kann unabhängig gebucht werden.
Termin
17.10.2017
09:30 - 16:30
Seminar-Nr.
2A-057-17
Referenten

Sebastian Schwerdfeger Psychologe, System. Berater/Familientherapeut und Coach

Ort
PBW GmbH Magdeburg
Gebühr
Gebühr: 99,00 € (für Absolvent*innen und Schüler*innen der Fachschulen Drübeck/Aschersleben 65,00 €) (inkl. Seminarunterlagen)
Bemerkungen
eine modularisierte Qualifizierung
Dieses Seminar kann nicht mehr gebucht werden.