"Die sind doch behindert, die wissen nicht was sie tun..." - Sexualisiertes Verhalten bei Menschen mit Beeinträchtigungen

Ihr Nutzen

Sexuelle Übergriffe und sexuelle Gewalt unterscheiden sich von einvernehmlicher Sexualität durch ihren ausbeuterischen, aggressiven oder verletzenden Charakter. Sie stellen einen Angriff auf die körperliche und seelische Unversehrtheit der Betroffenen dar.

Bei Menschen mit kognitiven Beeinträchtigungen ist die Gefahr, dass Täter*innen ihre körperliche Überlegenheit, ihre Macht bzw. eine psychische Abhängigkeit der Betroffenen oder deren subjektiv empfundene bzw. objektiv bestehende Hilflosigkeit ausnutzen, besonders groß. Eine durch gemeinsame Wohn- oder Arbeitszusammenhänge hergestellte Nähe kann unter anderem zu Abhängigkeiten führen. Strukturelle bzw. organisatorische Rahmenbedingungen – wenn sich z.B. Schlafräume oder Toiletten nicht abschließen lassen oder im Falle eines Übergriffs von keiner Seite Hilfe zu erwarten ist – begünstigen sexuelle Gewalt.

Im Seminar erarbeiten Sie eine fachliche Haltung für die pädagogische und therapeutische Arbeit mit Menschen mit kognitiven Beeinträchtigungen und sexualisiert übergriffigem Verhalten und erwerben Handlungsstrategien für Ihre praktische Arbeit.  

Seminarinhalt

  • Sexualisierte Übergriffe durch kognitiv beeinträchtigte Menschen
  • Was ist normal? Wo beginnen Grenzverletzungen und Übergriffe?
  • Muster sexueller Übergriffe
  • Umgang mit sexuellen Übergriffen in meiner Einrichtung
  • Präventionsmöglichkeiten in der praktischen Arbeit

Termin
03.09.2019
09:00 - 16:00
Seminar-Nr.
A-079-19N
Referenten

Torsten Kettritz Dipl. Pädagoge, Traumapädagoge, Heilpädagoge, Therapeut

Ort
PBW GmbH, Wiener Straße 2, 39112 Magdeburg
Gebühr
109,00€ (inkl. Seminarunterlagen)



10%-Frühbucher-Rabatt bei Anmeldung bis 12 Wochen vor Seminar-Beginn