Das Clearingverfahren

Ihr Nutzen

Das Clearingverfahren umfasst in Folge einer Inobhutnahme die Klärung der Situation der Kinder- und Jugendlichen bis hin zu einer Anschlussunterbringung in einer Einrichtung der Jugendhilfe. Dieses dient zunächst dazu, den aus Sicht der Jugendhilfe notwendigen  individuellen Bedarf der unbegleiteten minderjährigen Flüchtlinge festzustellen - Ziel des Clearingverfahrens sind der Schutz, die Klärung der Situation sowie der Perspektiven des unbegleiteten minderjährigen Flüchtlings.
Das kann zum Beispiel eine notwendige medizinische oder psychologische/therapeutische Behandlung sein, aber auch die Versorgung mit Kleidung oder die Unterbringung in einer betreuten Wohngruppe. Wer mit dem Verfahren betraut wird, ist je nach Kommune unterschiedlich. Das Jugendamt kann dieses selbst durchführen oder eine geeignete Einrichtung, wie zum Beispiel Clearinghäuser, damit beauftragen.
Da es keine für alle Bundesländer einheitliche Regelung zu Ablauf und Dauer gibt, stellt sich die Frage, was die Clearingstelle zu beachten hat bzw. genau tun kann, um Klarheit über die Situation zu erlangen, geeignete Maßnahmen festzuschreiben und entsprechende Perspektiven zu schaffen.
 


Seminarinhalt

  • Ablauf eines Clearingverfahrens
  • Clearing vs. Inobhutnahme Kinder und Jugendlicher mit deutscher Staatsangehörigkeit
  • UmF/UmA – Aufenthaltstitel, Duldung, Abschiebung
  • Erstscreening
  • Wie wird eine soziale Diagnose gestellt?
  • Hilfebedarfsermittlung
  • Perspektiven/Ziele
  • Aktuelle Verfahrensweisen, Rechte, Pflichten, Schulpflicht
  • Dokumentation/Clearingbögen




Termin
21.03.2018
09:00 - 16:00
Seminar-Nr.
B-001-18S
Referenten

Roland Bartnig Sozialpädagoge, Mitarbeiter bei refugium e.V. - Vormundschaftsverein für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge in Sachsen-Anhalt

Ort
PBW Magdeburg, Wiener Straße 2, 39112 Magdeburg
Gebühr
99,00 €
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