"Systemische Sozialtherapie" (DFS) 2018 - 2020 einschließlich Abschluss "Systemische Beratung" (DGsP) - modularisierte Zusatzqualifikation

Ihr Nutzen

Sozialtherapeutinnen und -therapeuten beraten, begleiten und behandeln Menschen in schwierigen Lebenssituationen. Auch die Prävention von Erkrankungen sowie die Aufklärung und Beratung Angehöriger gehören zu ihren Aufgaben. Sie unterstützen Hilfesuchende dabei in ein geregeltes Leben zurückzufinden. Die Sozialtherapie geht davon aus, dass soziale Gegebenheiten einen Einfluss auf die Gesundheit haben und diese positiv wie negativ bedingen. Betrachtet werden z. B. die persönlichen Beziehungen des Klienten, seine berufliche oder schulische Situation, die ökonomischen Verhältnisse, Wohnbedingungen, seine Vernetzung mit Dritten usw. Somit bezieht sich die Sozialtherapie auf den Menschen in seinen komplexen sozialen Zusammenhängen. Sie versteht sich demnach als Methode, die:

  • den Menschen in seiner Gesamtheitheit einschließlich seiner umgebenden Systeme betrachtet
  • und durch ganzheitliche Aktivierung neue Wege zur individuellen und lebensumfeldbezogenen Veränderungen der Hilfesuchenden zu entwickeln versucht.

Ziel soll es sein:

  • in Phasen besonderer Sozialisationsschwierigkeiten mit beraterischem, sozialen/therapeutischen Handwerkszeugen dem Klienten Verhaltensmuster deutlich werden zu lassen,
  • Ressourcen zu aktivieren,
  • die Handlungsmöglichkeiten der Beteiligten zu erweitern, um
  • bedarfsorientiert und nachhaltig die Situation des Hilfesuchenden zu verbessern.
Ganzheitliche Aktivierung in der Sozialtherapie beinhaltet folgende Methoden:
  • Systemischer Beratung/Therapie
  • Systemischer Gruppenarbeit
  • Arbeitsweisen aus der Hypnotherapie
  • Kommunikationstechniken verschiedener Familientherapieschulen
  • Milieutherapie/Soziotherapie
  • Selbsterfahrungsmethoden u. a.
Mit der Schwerpunktsetzung auf eine systemische Arbeitsweise bietet die Ausbildung die Möglichkeit, praktische Erkenntnisse und Erfahrungen dieser Methode unter verschiedenen Arbeitskontexten/-settings kennen zu lernen. Dies erhöht Ihre methodische Flexibilität in der praktischen Arbeit wesentlich, was sich vor allem in der Arbeit mit besonders schwierigem Klientel begünstigend auswirkt.

Tätigkeitsbereiche sind z. B.:
  • in Einrichtungen des Gesundheits- bzw. Sozialwesens, z.B. in Rehabilitationskliniken für psychisch erkrankte bzw. suchterkrankte Menschen
  • im psychotherapeutischen Bereich von Kliniken oder Praxen
  • in ambulanten oder stationären Einrichtungen zur psychosozialen Betreuung von Menschen
  • in Beratungsstellen, z.B. Familienberatung, Schwangerenberatung, Suchtberatung
  • in Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe
  • im Bereich der Hilfe für Menschen mit Behinderungen
  • in sozialtherapeutischen Einrichtungen des Strafvollzugs/Resozialisierung
  • in der Nachsorge bei Ersthelfern wie Rettungssanitäter, Einsatzkräfte oder bei Soldaten


Teilnehmerzahl:
Um ein intensives, individuelles, bedarfsorientiertes und nachhaltiges Lernen zu garantieren, wird die Teilnehmerzahl auf mindestens 10, höchstens 16 festgelegt.

Aufnahmevoraussetzungen
  • Abgeschlossene Berufsausbildung bzw. Studium in einem sozialen, medizinischen oder pädagogischen Beruf (z. B. Sozialpädagogen, Sozialarbeiter, Psychologen, Lehrer, Erzieher, Krankenpfleger, Altenpfleger, Physio- und Ergotherapeuten u.v.m.).
  • Arbeitslose aus o. g. Berufsfeld mit vorheriger Absprache mit dem Arbeitsamt, da es keine Umschulungs- oder Fortbildungsmaßnahme ist!
  • Tätigkeits- oder Praxisfeld im sozialen Bereich, unter Umständen ehrenamtliche Arbeit, in dem das gelernte Wissen anwendbar ist.
  • Die Auswahl erfolgt durch die Lehrkräfte.

Unter bestimmten Voraussetzungen wird der Abschluss auch für die kassenärztliche Leistung der Soziotherapie anerkannt und ist somit über die Krankenkassen abrechenbar.

Nutzen Sie die Möglichkeit der Inanspruchnahme von Fördermitteln - bitte beachten Sie die rechtzeitige Beantragung – eine Mindestbearbeitungszeit von 8 Wochen für Anträge sind einzurechnen.

Seminarinhalt

  • Modul Grundkurs "Systemische Beratung und Methoden der Sozialtherapie":
Im Grundkurs liegt der Fokus auf den Grundlagen systemischen Denkens und Handelns, den philosophischen Grundlagen und einer systemischen Haltung sowie den systemischen Methoden und Werkzeugen für die Praxis.

          7 Blockseminare – jeweils 3 Tage mit 26 Stunden - gesamt: 182 Stunden

  • Modul Aufbaukurs "Systemische Sozialtherapie/Systemische Beratung" :

Im Aufbaujahr liegt der Fokus auf der systemischen Haltung und des systemischen Arbeitens in unterschiedlichen Praxisfeldern der psychosozialen Arbeit sowie der Selbsterfahrung als Stärkung der eigenen Persönlichkeit.

7 Blockseminare – jeweils 3 Tage mit 26 Stunden - gesamt: 182 Stunden zzgl. Supervision im Arbeitsfeld (Nachweis): 16 UE

  • Modul Intervisions-, Supervisions- und Praxisjahr "Systemische Sozialtherapie/Systemische Beratung" :

In diesem Modul liegt der Fokus auf der Übertragung systemischer Grundlagen in die eigene Praxis sowie der Anleitung, Begleitung und Reflexion der systemischen Praxis.

          Intervision in Kleingruppen, selbst organisiert       40 Stunden

          Supervision                               (6 x  8 h)                 48 Stunden

          Selbsterfahrung                        (2 x 20 h)              40 Stunden

          Co-Therapie                             (3 x   8 h)                 24 Stunden

          Kolloquium                                                    8 Stunden

          Gesamt: 220 Stunden zzgl. Praxisarbeit (Nachweis)   60 Stunden


Der Kurs erfolgt in Kooperation mit den Instituten für systemische Arbeit (ISA) Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt.

Abschluss:

Der Grundkurs schließt ab mit dem trägerinternen Zertifikat „Grundlagen systemischer Beratung und Methoden in der Sozialtherapie“.

Unsere Ausbildung entspricht den Richtlinien des Deutschen Fachverbandes für Sozialtherapie (DFS) sowie der Deutschen Gesellschaft für systemische Pädagogik e.V.                   Das ISA-MV ist Mitglied in beiden bundesweiten Fachverbänden.                                                                                                                                                                                 Nach Absolvieren aller drei Module sowie dem Erbringen aller Nachweise und Grundvoraussetzungen zur Anerkennung des Fachzertifikates des Deutschen Fachverbandes für Sozialtherapie (DFS) und der Deutschen Gesellschaft für systemische Pädagogik e.V. , werden die Zertifikate “Sozialtherapeut/in (DFS)” und „Systemischer Berater (DGsP)“ ausgestellt.

Unter bestimmten Voraussetzungen wird der Abschluss auch für die kassenärztliche Leistung der Soziotherapie anerkannt. Siehe hierzu:                                                 "Gemeinsame Empfehlungen der Spitzenverbände der Krankenkassen gemäß § 132b Abs. 2 SGB V zu den Anforderungen an die Leistungserbringer für Soziotherapie".


Referenten:

Hendrik Möser – Diplompädagoge, system. Familientherpeut, system. Kinder- und Jugendlichentherapeut (SG), systemischer Supervisor (SG), Gutachter LQW, Train the Trainer, Beratung und Therapie sexuell übergriffiger Kinder u. Jugendlicher (DGfPI), Traumapädagoge/Traumaberater

Sebastian Schwerdfeger – Psychologe, Systemischer Berater, Systemischer Therapeut/Familientherapeut, Dozent, therapeutische Begleitung von Kindern/Jugendlichen/Erwachsenen, Fachbegleitung und Coaching von Teams und Führungskräften

Holger Lindig - Sozialtherapeut (DFS), Systemischer Berater/Therapeut/Familientherapeut, Ausbildung in Hypnotherapie (MEG), Supervisor/Organisationsberater, Leiter des Instituts für systemische Arbeit M-V (ISA M-V), Gesellschaft für Weiterbildung, Beratung und Zukunftsmanagement mbH, Staatl. anerk. Einrichtung der Weiterbildung

Ute Salzer
– Dipl. Psychologin, Psychologische Psychotherapeutin, Systemische Familientherapeutin (SG), Systemische Kinder- und Jugendtherapeutin (SG)

Termin
01.03.2018 - 03.11.2020
Seminar-Nr.
K55-18S
Referenten

Sebastian Schwerdfeger Psychologe, Systemischer Berater, Systemischer Familientherapeut und Coach

Holger Lindig Sozialtherapeut (DFS) Systemischer Berater / Therapeut Familientherapeut Ausbildung in Hypnotherapie (MEG) Supervisor / Organisationsberater

Hendrik Möser Dipl.-Pädagoge, Systemischer Therapeut, Supervisor, Kinder- und Jugendlichentherapeut (SG), Traumapädagoge, Sexualtherapeut

Ort
ISA Sachsen-Anhalt
Gebühr
Grundkurs: 2.050,00 €
Aufbaukurs: 2.050,00 €
Interventions-, Supervisions- und Praxisjahr: 1.440,00 €

Es wird eine einmalige Anmeldegebühr in Höhe von 87,50 € fällig.




Bemerkungen
Bitte beachten Sie die Möglichkeit der Nutzung von Fördermöglichkeiten und deren rechtzeitige Beantragung.

Anmeldungen bitte über info@isa-sachsen-anhalt.de


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