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Paritätisches Bildungswerk

Wiener Straße 2

39112 Magdeburg

Tel.: (0391) 62 93 313

Fax: (0391) 62 93 596 313

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Weiterbildendes Studienprogramm "Abenteuer- und Erlebnispädagogik"
Zusatzqualifikation geprüfte*r Abenteuer- und Erlebnispädagoge*in

Seminar-Nr.:
3B-004-17K

Ihr Nutzen

Abenteuerlust und Unterwegs Sein... Verweilen und Innehalten... Wegbegleiter und Gefährten... Neugier und Wissensdurst! Abenteuerlust und Gruppendynamik – …zusammen gedacht ergeben sie eine erlebnisreiche Pädagogik. Eine einfache Wiese, ein Teich, ein Busch können zum Kunstwerk werden und wenige Bäume zu einem flüsternden Wald, den es zu durchdringen gilt.
Plötzlich verwandelt sich dieser in einen mit Lianen behangenen, unüberwindbaren Hangelpfad, der nur mit Hilfe aller Gefährten durchquert werden kann. Phantasievolle Bilder ergeben eine Bildungsreise der besonderen Art…

Liegt das Abenteuer nicht nur einen kleinen Schritt vor mir zu meinen Füßen? Ein Abenteuer kann überall stattfinden. Was wird es mit mir machen? Werden meine Wegbegleiter und ich uns darin bewähren können? Werden wir den Schritt wagen und uns der Aufgabe stellen? Die Frage, die Abenteuer- und Erlebnispädagogik zu bewegen hat, ist: Kann das Abenteuer Bildungskategorie sein und somit integrativer Bestandteil vielseitig denkender Erziehungs- und Bildungskonzepte?

Wir sagen: Ja! Wir zeigen in dieser Ausbildung, wo und wie Bildungsanlässe und -räume gestaltet werden können, um themenbezogene Abenteuersituationen im pädagogischen Alltag zu integrieren. Und wie diese auf spielerische und sogleich ernsthafte Art und Weise ermöglicht und prozessorientiert begleitet werden können.

Das prozessorientierte bzw. nachhaltige Bildungs- und Entwicklungsprozesse initiierende oder unterstützende Begleiten von Gruppen steht somit im Vordergrund dieser Zusatzqualifikation. Die Ermutigung und Befähigung zur Anwendung abenteuer- und erlebnispädagogischer Handlungsansätze und Methoden im pädagogischen Arbeitsalltag von Kita, Schule, Heim oder betreutem Wohnen bis zur Arbeit mit jungen Menschen in Berufsausbildung, Jugendzentrum oder Beschäftigungsprojekten wird dabei großgeschrieben. Neben der Vermittlung und Erprobung für den Alltag geeigneter, einfach umsetzbarer Aktionen, Aufgaben und Spiele, finden aber auch Highlights der Abenteuer- und Erlebnispädagogik wie Seilgarten, Wassersport, Kletterwand oder Höhlentouren ihren Platz in der Zusatzqualifikation.

Die berufsbezogene Weiterbildung zur/zum „Geprüfte*n Abenteuer- und Erlebnispädagogen*in“ bietet Antworten auf die Frage, wie Sie als pädagogische Fachkraft selbst abenteuer- und erlebnispädagogische Elemente in Ihren Arbeitsalltag integrieren können.






Seminarinhalt

Vermittelt werden
  • Erfahrungskompetenzen in abenteuerpädagogischen Settings
  • Methodenkompetenzen durch eine umfangreiche Auswahl an Handwerkzeug
  • Leitungskompetenzen durch Übungssequenzen im (An-)Leiten von Aktionen und Projekten
  • Feldkompetenzen durch fundiertes Theoriewissen in Praxisbezügen

Praktisch durch
  • die Vermittlung abenteuer- und erlebnispädagogischer Handlungsmöglichkeiten und Projektformen in verschiedenen Räumen wie der Natur, auf dem Land, in Gebäuden oder in der Stadt, im Hoch- und Niedrigseilgarten, am Kletterfelsen, im Reisen, zu Hause, in der Schule und auf dem Bolzplatz
  • die Vermittlung von Kenntnissen über deren Wirkungspotenzial und die Vorstellung der „Challenge by Choice“-Philosophie das Ausprobieren verschiedener Aufgaben und Spiele zu den Themen Fremd- und Selbstbeobachtung, Sinneswahrnehmung, Vertrauensaufbau sowie Kooperation
  • die Entwicklung und Erprobung eigener Projektideen und Diskussion der Übertragbarkeit in den eigenen Arbeitsalltag
  • die Erarbeitung von Reflexionsmethoden und Transferräumen
  • die Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung eines eigenständigen, durch den/die Dozent*in begleitetes, 3-tägigen Projektes

Theoretisch durch
  • die Vermittlung, Aneignung und Reflexion fachlich gesicherter Wissensbestände und Methoden, insbesondere zu den Themen „Lernprozesse durch Erlebnisse“ und „Abenteuer und deren Bedeutung für persönliche Veränderungen sowie Gruppenprozesse“
  • die Vermittlung arbeitsfeldtypischer Bedingungen, Anforderungen und rechtlicher Grundlagen, u. a. im Seilgarten, auf Nachtwanderungen, auf Reisen und bei Bauprojekten
  • die Vorstellung abenteuer- und erlebnispädagogischer Angebote vor Ort und den Einblick in die örtlichen Vernetzungsstrukturen
  • die Vermittlung gruppendynamischer Aspekte und Projektorganisationsgrundlagen

Ziel
Ziel ist es, die Teilnehmer*innen in ihren verschiedenen sozialen Handlungs- und Arbeitsfeldern zu befähigen, eigenständig abenteuer- und erlebnispädagogische Projekte zu planen und prozessorientiert durchführen und begleiten zu können.

Aufbau
Die Zusatzqualifikation findet über 3 Semester statt. Sie setzt sich aus einem Grundlagen-, Vertiefungs- und Projektsemester zusammen. Die Semester beinhalten ein 10-tägiges Praktikum und ein eigenes abenteuer- und erlebnispädagogisches Projekt (2 Tage Vor- und Nachbereitung, 3 Tage Durchführung mit Begleitung). Das Projekt wird von den Teilnehmer*innen im eigenen Arbeitsfeld selbst gewählt. Jedes Semester schließt mit einer Prüfung ab. Den Kursabschluss bildet ein Kolloquium, in dem das durchgeführte Projekt präsentiert, ausgewertet und reflektiert wird.

Abschluss
Nach erfolgreichem Abschluss aller Pflicht- und Wahlpflichtmodule und regelmäßiger Teilnahme wird das Zertifikat "Zusatzqualifikation geprüfte*r Abenteuer- und Erlebnispädagoge*in" erteilt.

Zugangsvoraussetzungen
1. Hochschulzugangsberechtigung oder eine abgeschlossene Berufsausbildung im pädagogischen, sozialpädagogischen oder vergleichbaren Bereich
und
2. eine Tätigkeit/Erfahrung im sozialen Bereich













Modul 1: 22. - 26.01.2018
Modul 2: 05. - 09.03.2018
Modul 3: 09. - 13.04.2018
Modul 4: 11. - 15.06.2018
Modul 5: Praktikum
Modul 6: 20. - 24.08.2018
Modul 7: 12. - 16.11.2018
Modul 8: Abschlussprojekt
Modul 9: 25. - 29.03.2019
Kolloquium findet am 28.03.2019 in Magdeburg, Wiener Str. 2 statt

Referenten

Veit Urban Sozialwissenschaftler, Seilgartentrainer, Abenteuer- und Erlebnispädagoge

Uta Linde Geprüfte Erlebnispädagogin, Freie Trainerin mit Spezialisierung auf erlebnispädagogische Langzeitprojekte in Schulen und Stadtprojekte

Ort
Bildungsort Schloss und Gut Quetz - Land.Leben.Kunst.Werk.e.V.
Gebühr
Studiengebühr 1.360,00 € pro Semester (3 Semester x 1.360,00 € = 4.080,00 € (zzgl. Unterkunft und Verpflegung)
Bemerkungen
Zielgruppe
Pädagogische Fachkräfte (z. B. Erzieher*innen, Sozialpädagog*innen, Lehrkräfte an allgemeinen und berufsbildenden Schulen, Heilpädagog*innen, Heilerziehungspfleger*innen…), haupt- und ehrenamtlich Tätige in der Betreuung von Kindern und Jugendlichen (z. B. Übungsleiter/Trainer*innen in Sportvereinen; Anleiter und Betreuer in Kunst, Kultur und Freizeit…).

Ab einer Teilnehmerzahl von 8 Personen wird die Zusatzqualifikation durchgeführt.

Die Teilnehmer*innen erhalten nach vollständigem Absolvieren aller Module ein Zertifikat.